Neues von Postmaxe: Bau der Heiligenseer Brücke

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Die Heiligenseer Brücke verbindet das Dorf mit Sandhausen. Sie wurde 1908 fertiggestellt als Teil eines nicht zustande gekommenen größeren Projekts: Um 1906 erwarb das Berliner Bankhaus Laupenmühlen große Flächen der Feldmark und wollte diese für den Wohnungsbau verwerten.

Zur Schaffung der erforderlichen Infrastruktur nahm man auch den Bau eines Hafens und eines Wasserwerks am östlichen Ufer des Heiligensee in Aussieht. Voraussetzung für den See als öffentliche Wasserstraße war ein schiffbarer Wasserzugang von der Havel mit einem Brückendurchlass von vier Meter Höhe. Bisher verlief hier nur ein schmaler ungepflasterter Dammweg, der allerdings im Mittelalter für die Wegeführung der Handelsstraße von Berlin nach Hamburg ausgereicht hatte. Die Straße wurde aufgeschüttet, und die Brücke wurde gebaut, das Wasserwerksgelände aber blieb unbebaut und wurde 1926 für die Kleingartenkolonie „Am See“ parzelliert.

Der Heiligensee als Privateigentum gehörte lange Zeit Frau Ruth Voormann geb. Laupenmühlen und dann dem 1982 verstorbenen Frohnauer Arzt Dr. Maximilian Voormann. Dieser verhinderte mit einer Sperre unter der Brücke die Zufahrt für Motorboote in den See, um das Naturidyll zu erhalten. Als Zutritt von der Straße zu dem 350.000 m² großen und bis 9m tiefen See ließ das Bezirksamt Reinickendorf 1976 neben der Brücke eine Aussichtsplattform errichten. Südlich der Brücke an der Havel lag noch um 1875 die gemeinschaftliche Gänseweide der Bauern.

Text: Klaus Schlickeiser aus Spaziergänge in Heiligensee Ausgabe 1984
Bilder: Sammlung Polzin

Bis zum nächsten mal, Ihr Postmaxe-Polzin


An dieser Stelle gratuliert die Redaktion von KIEZEKATZE Postmaxe Polzin ganz herzlich nachträglich zum 70en Geburtstag und wünscht alles Gute, Gesundheit und Glück!


Bilder

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