Auch Bezirk Reinickendorf bei Bearbeitung von Unterhaltszuschüssen im Rückstand

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Viele Alleinerziehende haben es in Berlin schwer, von den Jugendämtern zügig bzw. rechtzeitig Unterhaltszuschüsse für ihre Kinder zu bekommen – auch bei uns im Bezirk. Das schreibt an diesem Montag die Berliner Morgenpost. Die Bearbeitung verzögert sich demnach deutlich in der gesamten Stadt – und dies grundlegend zu ändern, gelingt bisher offenbar auch durch insgesamt 72 zusätzlich geschaffene Stellen nicht: “So ist in Reinickendorf erst rund ein Drittel der Anträge genehmigt”, schreibt die Zeitung. Am problematischsten sei die Situation allerdings in Tempelhof-Schöneberg, denn dort betrage die Quote derzeit lediglich ein Fünftel (700 von 3.500 Anträgen bearbeitet).

Hintergrund sei ein seit August 2017 neu bestehendes Gesetz: “Der Unterhaltsvorschuss kann seitdem bis zum 18. Lebensjahr beantragt werden, zuvor war das nur bis zum 12. Lebensjahr möglich. Zudem entfiel die Befristung, wonach nur sechs Jahre lang Unterhaltsvorschuss bezahlt wird”, heißt es. Die Antragszahlen verzigfachen sich aufgrund dieser Änderungen offenbar mancherorts. Personal unterdessen sei schwer zu finden und Stellenvergaben zögerten sich hinaus, so der Artikel unter Berufung auf die Finanzverwaltung.

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Quelle: https://www.morgenpost.de/incoming/article214542395/Alleinerziehende-warten-Monate-auf-Zuschuesse-zum-Unterhalt.html

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