Schülerin des Humboldt-Gymnasiums Erste bei bundesweitem Kunstwettbewerb gegen Alkoholmissbrauch

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Bild: Nina mit ihrem erstplatzierten Plakat (DAK-Gesundheit)

Kunst gegen Komasaufen: Eine Reinickendorfer Abiturientin ist Erste im bundesweiten Kreativwettbewerb „bunt statt blau“ 2018 der DAK geworden! Auf Berliner Landesebene hatte sich die 17-Jährige Nina Mitzschke mit dem Bild eines durch Alkohol gezeichneten Gesichts bereits kürzlich auf Landesebene durchgesetzt (KIEZEKATZE berichtete).

Jetzt ehrten die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler, DAK-Vorstandsmitglied Thomas Bodmer und Sänger Emree Kavás sie und die Nächstplatzierten unter den insgesamt 8.000 TeilnehmerInnen im Bundesministerium für Gesundheit in Berlin. Nina, Schülerin des Humboldt-Gymnasiums, kann sich über den Hauptpreis von 500 Euro freuen.

Leben in Blau getaucht

“Bei „bunt statt blau“ zeigen die Kids dem Alkoholmissbrauch die rote Karte”, betonte die Bundesdrogenbeauftragte: „Es ist jedes Jahr faszinierend, mit welcher Begeisterung und Kreativität die jungen Leute sich mit dem Thema beschäftigen. Sie wissen um die gravierenden Folgen und zeigen das ganz klar in ihren Werken!“

Das Gewinnermotiv von Nina Mitschke (DAK-Gesundheit)

Bild: Das Gewinnermotiv von Nina Mitschke (DAK-Gesundheit)

Nina Mitzschke lässt auf ihrem Plakat aus einem fotografierten Flachmann blaue Farbe wie Alkohol über ein Mädchengesicht fließen. „Mit meinem Plakat versuche ich die Botschaft von ,bunt statt blau‘ möglichst zugänglich zu verpacken“, erklärte die junge Berlinerin ihr Siegerbild. „Die Spur, welche der Alkohol hinterlässt, färbt auf die Frau ab und taucht ihr Leben in ein tiefes Blau.“

22.133 Jugendliche mit Alkoholvergiftung

Die Auswirkungen von zu viel Alkohol sind auf den Körper eines Jugendlichen deutlich stärker als bei einem Erwachsenen: Aufgrund ihres in der Regel geringeren Körpergewichts werden Mädchen und Jungen im Teenager-Alter schneller betrunken. Gleichzeitig wird der Alkohol langsamer abgebaut, da das dafür verantwortliche Enzym in der Entwicklungsphase noch in geringerer Menge vorhanden ist. „Alkohol wirkt auf junge Menschen schneller, stärker und länger als auf Erwachsene. Deshalb ist das Komasaufen bei Jugendlichen eine gefährliche Tatsache“, erklärte DAK-Vorstandsmitglied Bodmer. „2016 kamen 22.133 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr.“

Wirksamkeit von „bunt statt blau“

Im Kampf gegen das Rauschtrinken hat die Präventionskampagne der DAK-Gesundheit und der Bundesdrogenbeauftragten eine doppelte Stoßrichtung: Zum einen schärfen die teilnehmenden Mädchen und Jungen im kreativen Prozess ihre eigene Risikowahrnehmung: Laut einer Begleitstudie des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel praktizieren sie durchschnittlich wesentlich seltener Rauschtrinken als Schülerinnen und Schüler ohne Teilnahme.

Gleichzeitig entstehen im Kreativwettbewerb Plakate, die besonders für Altersgenossen eindrucksvoll sind. Nach einer Online-Studie des IFT-Nord zeigen die „bunt-statt-blau“-Plakate eine sensibilisierende Wirkung, die sich durch traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete Warnhinweise nicht erzielen lässt. Entsprechend lobte der Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung 2017 „bunt statt blau“ als erfolgreiches und beispielhaftes Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch.

Sänger und Politikerin gegen Rauschtrinken

Neben der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, dem DAK-Vorstandschef und den Experten vom IFT-Nord, gehörte 2018 erstmals der Deutsch-Soul-Sänger Emree Kavás der Bundesjury an. Er war auf der Siegerehrung mit einem Medley seiner beiden Erfolgstiteln „Kopf Hoch“ und „Baby“ auf der Bühne. „Ich bin begeistert, dass ‚bunt statt blau‘ in diesem Jahr die Marke von 8.000 Teilnehmern geknackt hat. Allen, die mitgemacht haben, ist klar, dass man eine Menge Spaß haben kann, ohne sich bewusstlos zu saufen“, betonte der Newcomer.

Wanderausstellung der Siegerplakate

Die besten Plakate aus allen 16 Bundesländern sind im Internet zu sehen unter www.dak.de/buntstattblau. Außerdem werden die Bilder nach den Sommerferien in einer bundesweiten Wanderausstellung in Schulen gezeigt.

Quelle:

 

KIEZEKATZE-Artikel zum Landes-Wettbewerb:

Gegen “Koma-Saufen”: Gesundheitssenatorin ehrt Reinickendorfer Wettbewerbssieger

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